Hola Bolivia

Salar de Uyuni, Flamingos und Sucre

Am 25.05. sind wir morgens um 6:30 in Argentinien gestartet und mit dem Bus zur Grenze (La Quiaca) gefahren und haben diese dann zu Fuß überquert.

Gegen Mittag sind wir dann aus Villazon (Boliven) in Richtung Uyuni aufgebrochen, wo wir 5h später ankommen sollten. Leider hatten wir einige Komplikationen auf dem Weg: der erste Bus ist liegengeblieben, nachdem wir schon 1h am Zoll warten mussten, weil Waren aus dem Bus konfisziert wurden. Nach ein paar Stunden kam ein 2. Bus, in den wir einsteigen konnten. Dieser blieb kurz nach einer Pause auch liegen und wir mussten weitere Stunden warten, bis das Ersatzteil per Taxi gebracht und mit allen Passagieren an Bord eingebaut wurde. Gegen 21:30 ging’s dann weiter (eigentlich hätten wir um 18:00 in Uyuni sein sollen). Endlich in Uyuni angekommen, hielt der Bus jedoch nicht an, obwohl wir Bescheid gegeben haben, sodass wir nochmal 4h weiter nach Oruro fahren mussten. Hier haben wir überlegt, ob wir einfach weiterfahren und Uyuni auslassen sollen, aber haben uns dann (zum Glück) dagegen entschieden und saßen um 7:45 (am 26.5.) wieder im Bus zurück nach Uyuni. Gegen Mittag sind wir dann im Hotel angekommen (eine Umbuchung auf den nächsten Tag war kein Problem) und haben uns erstmal von der anstrengenden ca. 30h-Tour erholt 😀

Nachmittags haben wir uns in der Stadt Informationen für die Salzwüstentouren geholt und durch Zufall Bekannte getroffen, die noch 3 Personen gesucht haben, um ihre Tour voll zu bekommen. Also haben wir für den nächsten Tag eine 4-Tages Tour gebucht.

Am 27.05. um 9:30 wurden wir von 2 Fahrern abgeholt und haben unsere Gruppe kennengelernt (1 Italiener, 1 Kanadier, 1 Isländerin, 4 Briten, 1 Aussi und noch 2 weitere Deutsche), so ging es mit 12 Touris + 2 Fahrern in 2 4×4 Autos erst zu unserer ersten Unterkunft, wo wir unsere Sachen unterstellen konnten.

Der erste Stopp der Tour war der Zug-Friedhof, wo alte Züge langsam vor sich hin rosten. Anschließend ging es zu der Salzwüste (die größte der Welt), wo eine Menge Fotos gemacht wurden. Zum Mittag wurden wir mit einer Tafel auf dem Salz überrascht und konnten danach noch weitere Bilder mit verschiedenen Perspektiven machen.

Zum Sonnenuntergang waren wir bei überfluteten Teilen des Salzes und konnten “Spiegelbilder” machen.

Tag 2: Der Tag startete mit Frühstück und einer zweistündigen Autofahrt zum Fuße des Tunupa Vulkans, wo wir unsere Bergführer in einem kleinen Dorf eingesammelt haben, denn das Ziel für den Tag war (fast) die Spitze des Vulkans auf 5150hm (der Vulkan ist 5432m hoch).

Von unseren Fahrern wurden wir zum Startpunkt der Wanderung (auf 3970hm) gebracht, wo wir nach einer kurzen Besichtigung der Höhlen (wo es echte Mumien der früheren Völker gibt), um 10:30 mit der Wanderung gestartet sind. Nach ca. 5h Aufstieg haben wir den ersten Höhepunkt der Wanderung erreicht. Auf 4900hm haben die Isländerin und ich beschlossen, dass das reicht. Der Rest der Gruppe ist weiter auf die 5150hm aufgestiegen, ich habe in der Zwischenzeit im Windschatten die Aussicht genossen und eine kleine Siesta gemacht :-).

Nach den Abstieg gab’s gegen 18:00 Mittagessen in dem Dorf am Fuße des Vulkans und wie erwartet war die Rückfahrt zum Hotel sehr ruhig.

Den dritten Tag haben wir hauptsächlich im Auto verbracht und sind, mit ein paar Fotostops auf dem Weg, zur Laguna Colorada (in der Nähe der chilenischen Grenze) gefahren. Hier wurde es schnell sehr kalt, da wir uns in einer Wüste auf 4200hm befanden und die Sonne langsam unterging. Die Unterkunft für diese Nacht war ein kleines Haus mit ca. 5 Zimmern für Gäste und einem Aufenthaltsraum, der nur mit einem kleinen Ofen geheizt wurde. Der Rest der Unterkunft war ohne Strom & Heizung – dementsprechend ziemlich kalt. Nach dem Abendessen (mit 3 Jacken + Mütze) sind wir alle zusammen in eine Bar in dem Ort gegangen, haben Tischtennis und Kicker gespielt und uns mit Bier gewärmt. In der Nacht sind die Temperaturen auf ca. -11°C gefallen, sodass Oke und ich in einem Schlafsack unter 3 Decken geschlafen haben.

Der letzte Tag der Tour startete um 5:45, damit wir den Sonnenaufgang an den Geysiren sehen könnten, danach ging es zum Aufwärmen in die Heißen Quellen (hier saßen wir dann 1,5h im warmen Wasser). Wieder aufgetaut, mussten wir schon den Heimweg antreten und sind (wieder mit ein paar Fotostops) zurück nach Uyuni gefahren.

Oke und ich sind noch eine Nacht in Uyuni geblieben und haben dann am 31.05. die Reise nach Sucre (Hauptstadt Boliviens) angetreten. Mit dem Bus von Uyuni nach Potosí und von da mit einem Taxi nach Sucre (das Taxi hat nur 80 Bobs = ca. 10€) gekostet).

In Sucre waren wir nun 5 Nächte (bis zum 05.06.) und nutzten die Zeit, um die Stadt zu erkunden, auf dem Markt lokales Essen zu probieren und die Fotos der letzten 2 Wochen zu sortieren (durch die Wanderung von Oke und die Tour kamen ein Haufen Fotos zu Stande!)

Sucre ist eine echt schöne Stadt, geprägt von der Kolonialzeit (wie man an den Gebäuden im Zentrum sieht). Am Wochenende war hier ein Autorennen (Oscar Crespo) mitten in der Stadt. Es gab kaum Absicherung, wenn ein Auto kam, hat ein Polizist in eine Trillerpfeife gepfiffen und man musste von der Straße runter..

Unser nächstes Ziel: Santa Cruz de la Sierra