Von der Wüste in den Dschungel

Samaipata und Santa Cruz de la Sierra

Nachdem wir nun einige Zeit durchgängig auf mindestens 2500 hm gelebt haben, wurde es wieder Zeit für tiefere Gebiete und dementsprechend wärmere Temperaturen. Am Montag (05.06.) sind wir nachmittags aus Sucre losgefahren mit dem Ziel: Samaipata (mit kurzem Stopp in Santa Cruz de la Sierra).

In Samaipata haben wir 2 Nächte im Zelt verbracht, uns eine Inkastätte (Ruinen) angeguckt und eine Wanderung (Codo de los Andes) gemacht. Die Aussicht auf der Wanderung war fantastisch und der Guide hat viel zu der Gegend und der Flora und Fauna erzählt. So wussten wir, dass die wilde Ananaspflanze, in die ich gefallen bin, nicht giftig ist. Den letzten Kilometer der Wanderung sind wir durch einen Fluss gelaufen und haben anschließend in einem Wasserfall gebadet und uns abgekühlt.

Am 08.06. haben wir unser Zelt wieder eingepackt und sind nach Santa Cruz gefahren, wo wir bis Montag (12.06.) in einem Hostel mitten in der Stadt (neben der Kathedrale) gewohnt haben. Da das Wetter zum Wochenende schlechter wurde, haben wir uns nur ein bisschen die Stadt angeguckt und Pläne geschmiedet, wie wir am besten Richtung Amazonas kommen.

Am Montag Abend wollten wir denn eigentlich in den Nachtbus nach Rurrenabaque einsteigen, aber nö. Am Montag haben Bolivianer die Straßen, die nördlich aus Santa Cruz rausführen, gesperrt, um für den Ausbau der Autobahnen zu demonstrieren. Daher wurde die Busfahrt abgesagt und wir sollten am nächsten Tag wiederkommen.

Also haben wir eine Nacht in einem Hotel direkt am Busterminal übernachtet und haben am Dienstag das Ganze nochmal probiert. Mit dem Ticket in der Hand warteten wir nun auf den Bus. 2h vor Abfahrt teilte uns eine Mitarbeiterin der Busgesellschaft mit, dass der Bus einen anderen Weg nimmt und nicht über Rurrenabaque fährt, warum haben wir nicht ganz genau verstanden. Aber morgen (Mittwoch) würde ein direkter Bus fahren.
Ich hatte keine Lust mehr noch länger zu bleiben, daher sind wir mit dem Bus gefahren, aber in Trinidad ausgestiegen, um von dort weiter zu fahren. So fuhren wir wenigstens schon in die richtige Richtung.
In Trinidad wurden wir morgens um 6 an einer Tankstelle rausgelassen und dann mit einem Taxi zu dem “Auto-Terminal” gebracht, von wo aus wir ein Colectivo (Auto für 6 Fahrgäste) nahmen, uns in ca. 7h nach Rurrenabaque gefahren hat (inklusive Flussüberquerung mit einer “Fähre” = großes Floß, welches nur von einem kleinen Beiboot angetrieben wurde).

In Rurrenabaque (kurz Rurre) angekommen, haben wir ins Hostel eingecheckt, Wäsche zur Reinigung gebracht, was gegessen und uns den Ort angeguckt.
Von den vorher gesagten 34° (sind ja schließlich fast im Regenwald), erreichten wir in den ersten Tagen nur so 20° (und Nachts 12°). Was nicht so schlimm wäre, hätte das Zimmer in unserem Hostel Fenster.. anstatt dessen hängen nur Fliegengitter in den Rahmen. Aber mit einer dickeren Decke bzw. Schlafsack ließ es sich sehr gut aushalten.

Nach 2 Nächten im Hostel startete am 16.06. unsere 5 tägige Tour in den Amazonas.