Dschungeltour

5 Tage Amazonas

Vom 16.-20. Juni waren wir im bolivischen Regenwald, dem Madidi Nationalpark, welcher einer der größten Nationalparks und artenreichsten Orten der Welt ist. 3 Tage verbrachten wir im Dschungel und 2 Tage in den “Pampas”.

Gestartet sind wir zu 5. (ein schweizer Paar, der Guide und wir) mit einem kleinen Boot in Richtung Madidi Park. Auf dem Weg dahin haben wir einen kleinen Stopp in einer Gemeinde von Ureinwohneren gemacht, da der Gründer der Tourargentur aus dieser kommt. Hier konnten wir einen ganz kurzen Einblick in das Umfeld der Ureinwohner bekommen. Für die Turisten gab es eine alte Presse, um die Flüssigkeit aus Zuckerrohr zu pressen. Natürlich haben wir dies auch ausprobiert: Oke hat angetrieben und ich die Rohre für die 2. Pressung durch die Walzen geschoben. Anschließend haben wir unsere “Ernte” getrunken, Oke ein paar Ameisen frisch vom Baum gegessen und dann sind wir wieder ins Boot gestiegen, um zu unserer Lodge tiefer im Dschungel zu fahren.

Nachmittags stand die erste Wanderung der Tour auf dem Plan, auf welcher wir schon einige Tiere (Affen, Vögel & Insekten) sehen und einiges über die Pflanzen lernen konnten. Welcher Baum z.B. natürliches Antibiotika oder Wasser enthält oder welchen man lieber nicht berühren sollte, weil darauf Feuerameisen wohnen. Außerdem lernten wir ein bisschen was über die Kultur der Ureinwohner dieses Nationalparks und das es wahrscheinlich noch 2 Stämme geben soll, die außer durch Spuren, noch nicht entdeckt wurden. Abends sind wir noch im Dunkeln über das Lodgegelände gelaufen und haben Tarántulas (Vogelspinnen) gesucht, welche sich jedoch alle in ihren Nestern versteckt haben, weil es zu kalt für sie war. Und ganz nebenbei zeigte unser Guide uns giftige Ameisen, deren Biss sich für 24 Stunden wie eine Schussverletzung anfühlen soll.

An Tag 2 sind wir mit gepacktem Rucksack (den hat Oke zum Glück getragen) weiter in den Dschungel gelaufen und haben gegen Mittag unser Camp erreicht. Unter Camp hatten wir uns eigentlich was anderes vorgestellt, denn was uns erwartete waren Betten mit Matrazen, fließendes Wasser und ein frisch geharkter Waldboden. Dann haben wir unser Freiluftbett mit einem Bettlaken, Moskitonetz und Schlafsäcken ausgestattet und sind nach dem Mittagessen zur nächsten Wanderung (zu den Nestern der Aras – von oben) aufgebrochen. Als wir an den Nestern ankamen konnten wir viele Aras beobachten, die in Paaren Richtung Nest flogen.

Am nächsten Tag sind wir nach dem Frühstück mit gepackten Taschen wieder zu den Aras gelaufen und haben uns das Spektakel dieses Mal von unten (von einem Aussichtsturm) angeschaut. Danach ging es zum Flussufer, wo wir aus Baumstämmen ein Floß gebaut haben. Während unsere Taschen und Wertsachen mit dem normalen Boot Richtung Lodge fuhren, hat uns unser Guide auf unserem gebauten Floß wieder zur Dschungellodge gebracht. Nachmittags sind wir nochmal mit dem Boot den Fluss hochgefahren, um zu angeln (erst an Land, anschließend vom Boot aus). Die Angeln bestanden nur aus einem Angelhaken + Schnur. An Land hatte leider keiner von uns Glück, später auf dem Boot hat Oke 2 Welse gefangen, welche es dann später zum Abendessen gab. Auf dem Weg zum Boot habe ich noch für Lacher in der Gruppe gesorgt, als ich bei jedem Schritt im Schlick versunken bin, während die anderen ganz normal darüber gelaufen sind. Besonders amüsiert waren Oke, der lieber Fotos gemacht hat, als mir zu helfen und der Guide, der mir immer wieder rausgeholfen hat und es nicht verstehen konnte, wie ich immer wieder einsacke 😀 Das war unser letzter Tag im Dschungel.

Der 4. Tag startete wieder mit Boot fahren – zurück nach Rurrenabaque, von wo wir mit dem Auto nach Santa Rosa gebracht wurden. Auf der Fahrt haben wir Faultiere, Capybaras und Alligatoren am Straßenrand gesehen. Von Santa Rosa sind wir mit dem Boot zur Lodge in den Pampas gefahren und haben in unsere Häuschen eingecheckt. Nach dem Mittagessen sind wir mit dem Boot flussabwärts gefahren und haben Totenkopfaffen, Alligatoren, Schildkröten, Kaimane, verschiedene Vögel und Delfine gesehen. Oke hat die Delfine leider immer verpasst. Anschließend konnten wir unsere Angelkünste nochmal zur Probe stellen und Piranhas fischen. Ich habe sie nur mit den Ködern gefüttert, Oke hat einen gefangen, aber wieder freigelassen, wegen der geringen Größe. Am Ende des Tages gabs 2 Piranhas zum Abendessen, gefangen von der Schweizerin.

Unseren letzten Tag der Tour haben wir wieder im Boot verbracht und sind flussaufwärts gefahren, hier hat Oke denn auch Delfine gesehen. Außerdem gab es noch eine kleine Wanderung, so sind wir auf der Suche nach Nasenbären einigen Tieren begegnet: Eule, Affen, Leguane. Tatsächlich haben wir noch einen Nasenbären gefunden und Oke hat ganz besondere Beanntschaft mit diesem Bärchen gemacht: Um das perfekte Foto zu bekommen, ist Oke ziemlich nah an das Tier rangegangen, was diesem nicht gepasst hat und so wurde Oke kurzerhand angepinkelt. Aber das Bild ist gut geworden! Danach sind wir wieder aufs Boot und haben nochmal versucht Piranhas zu fangen, dieses Mal waren Oke und die Schweizerin erfolgreich und insgesamt gabs 7 frittierte Piranhas zum Mittagsessen bevor es wieder zurück nach Rurrenabaque ging.