Am 27.06. trennten sich unsere Wege wieder für 2 Nächte: Oke hat sich morgens in das Abenteuer “einen 6000er besteigen” gestürzt und ich bin Mittags nach Copacabana am Titicacasee gefahren.
Für Oke ging es also von unserem Hostel in La Paz (3650 hm) mit einem Colectivo zum ersten Camp (4800 hm), um von hier aus einen optionalen Trainingstag zu absolvieren und sich mit der Höhe und der Ausrüstung anzufreunden. Auf 5000 hm kletterte die Gruppe an einem kleinen Abschnitt vom Gletscher und wurde an den Gebrauch von Spikes und Eisaxt gewöhnt.







An Tag 2 startete die Gruppe (3 Touris und 2 Guides) für ca. 3- 4 Stunden in Richtung High Camp (auf 5250 hm), wo der Rucksack für den nächsten Tag vorbereitet wurde. Nach dem Abendessen ging es direkt ins Bett, weil um Mitternacht der Wecker klingelte. Es also wieder ein Tag, um sich an die Höhe zu akklimatisieren.








Der letzte Tag der Tour begann um 1 Uhr in der Nacht nach einem leichten Frühstück, denn das Ziel war zum Sonnenaufgang auf dem Gipfel zu sein. Und Punktlandung – mit den ersten Sonnenstrahlen, um ca. 6:30 und bei -15 Grad, erreichte die Gruppe den Gipfel (6088 hm). Bis dahin war es jedoch ein harter Weg, da, bis auf die ersten ca. 150m, die komplette Wanderung auf dem Gletscher stattfand, teilweise echt steil war und man nur Licht von der Stirnlampe hatte. Außerdem wird die Luft in dieser Höhe ganz schön dünn, weshalb die Touris, zum Leidwesen der Guides, einige Pausen brauchten. Den Guides wurde nämlich kalt und so wurde das kurze Ziehen an der Leine (welche als Sicherung an allen befestigt war) das Zeichen für “es geht weiter”. Nach dem Aufstieg folge selbstverständlich der Abstieg, bei dem man nun sehen konnte wo und wie man eigentlich gelaufen ist. Um 8:45 war die Gruppe schon wieder im High-Camp und bekam eine kleine Suppe: mehr hätte man nach der Anstrengung auch nicht runterbekommen, obwohl es auf der Wanderung nur kleine Snacks gab. Danach ging es ins untere Camp und zurück nach La Paz und für Oke weiter nach Copacabana, wo ich ihn gegen 20:00 am Hauptplatz abgeholt habe.
















Meine Zeit in Copacabana habe ich viel am Wasser verbracht – bietet sich direkt am Titicacasee halt auch an. Als ich am Dienstag angekommen bin, habe ich mir erstmal das kleine Örtchen angeguckt, mich informiert was ich die nächsten Tage machen kann und abends gekocht.


Am Mittwoch bin ich morgens mit dem ersten Boot zur Isla del Sol (Sonneninsel – wurde von den Inka als Geburtsstätte der Sonne verehrt) gefahren. Nach knappen 10 Minuten Fahrt mussten wir auf dem Wasser das Boot wechseln. Nach ca. 1,5h auf dem Boot sind wir am Hafen und ich nach unzähligen Treppen (+200hm) im Dorf angekommen. Anschließend bin ich zum Aussichtspunkt (4000hm) gelaufen und habe (glaube ich zumindest) sogar Okes Berg am Horizont gesehen :-). Danach gab es Mittagessen: Forelle aus dem Titicacasee und um 16:00 ging auch schon wieder Fähre Richtung Copacabana.







Am 29.06. habe ich wieder viel Zeit am Strand verbracht und abends mit Oke noch was gegessen. Das war der letzte komplette Tag in Bolivien, denn am Freitag Abend haben wir einen Nachtbus nach Cusco, Peru genommen. Vorher habe ich Oke noch ein bisschen den Ort gezeigt, wir haben am Strand Forelle gegessen (umzingelt von 3 Hunden, die hofften, dass was für die übrig bleibt) und sind Tretboot gefahren.




Funfact: Bolivien hat noch eine Marine, obwohl sie 1883 ihren Zugang zum Meer an Chile verloren haben. Ein Stützpunkt dieser ist jetzt am Titicacasee.
Seit dem 01.07. sind wir also in Peru und für den 10.07. haben wir Eintrittskarten für Machu Picchu, also werden wir bis dahin in der Region von Cusco bleiben.

