Vamos a Carnaval

Rio de Janeiro und Arraial do Cabo mit Imke

Am Mittwoch den 31.01. flogen wir nach Rio de Janeiro, um uns eine 1,5-tägige Busfahrt zu sparen. Hier zogen wir in ein Airbnb mit Blick auf die Jesusstatue. Durch die Klimaanlage im Flugzeug haben wir uns beide ein bisschen erkältet und haben es daher die ersten 2 Tage sehr entspannt angehen lassen, was eine gute Idee war, denn danach gab es viel Programm.

Am Freitag (02.02.) war das Fest der Iemanjá (Göttin des Meeres im afrobrasilianischen Glauben Candomblé). Zu ihren Ehren wurden Opfergaben (Blumen und Briefe) ans Meer übergeben und am Strand gefeiert mit Trommeln und Gesängen.

Unsere erste richtige Karneval-Kostprobe bekamen wir am Samstag (03.02.), als wir in Ipanema zu einem Bloco gegangen sind. Blocos sind von der jeweiligen Nachbarschaft organisierte Straßenfeste. Es war sehr praktisch, dass der Umzug direkt an der Strandpromenade stattfand und man sich somit kurz im Meer abkühlen konnte. Sonntag haben wir dann nur einen kurzen Strandtag gehabt, weil es irgendwann anfing zu nieseln.

Montagmorgen (5.2.) klingelte der Wecker um 5:15, weil wir Imke vom Flughafen abgeholt haben, anschließend gab’s für uns alle nochmal eine Runde Schlaf und dann haben wir unsere Eintrittskarten für die Sambaparade für Samstag abgeholt.

Das erste Mal ins Zentrum von Rio de Janeiro fuhren wir am Dienstag, was mit der Metro super einfach geht und unglaublich günstig ist. Hier sind wir mit der Santa Teresa Tram gefahren und haben uns den Stadtteil angeschaut und in einem Restaurant mit einem super schönen Ausblick über die Stadt gegessen. Anschließend waren wir noch an der Escadaria Selarón, um ein paar Tourifotos zu schießen.

Mittwoch waren wir das zweite Mal im Zentrum und sind 5km gelaufen, um das Königlich portugiesisches Kabinett der Literatur, den Bazar do Saara, das “kleine Afrika” und das Zukunftsmuseum (von außen) zu sehen.

Am Donnerstag (08.02.) trennte sich unser Dreiergespann, weil Oke mal wieder einen Berg besteigen wollte. Imke und Bente entschieden sich dafür einen Strandtag (inklusive ordentlichem Sonnenbrand) einzulegen. Oke startete morgens und fuhr mit Metro und Uber zum Startpunkt der Wanderung, um dann zu einem Aussichtspunkt hoch zu wandern.

Der richtige Karneval ging am Freitag los und wir haben uns eine Parade in Santa Teresa ausgesucht, wussten aber nicht, dass wir einen Haufen Treppen in der Mittagshitze hochlaufen mussten, um den Umzug zu sehen. Dies dauerte länger als gedacht und daher haben wir den eigentlichen Umzug dann verpasst. Abends waren wir noch zum Sonnenuntergang auf dem Zuckerhut.

Am Samstag morgen fuhren wir dann zu einem Megabloco im Stadtzentrum. Hier haben wir den kompletten Bloco-Wahnsinn mitbekommen und mit geschätzten 2 Millionen Menschen auf der Straße gefeiert.

Nach einer kurzen Mittagsstunde, ging es am Abend dann zum Sambódromo, wo 8 Sambaschulen abgetreten sind. Der Gewinner tritt nächstes Jahr bei der “Siegerparade” auf. Um 21 Uhr ging es los und bis ca. 1 Uhr sind wir da geblieben und haben 4 Schulen zugeguckt, welche jeweils 45 Minuten ihre Show präsentierten. Mit Aufräumzeiten hat sich alles jedoch sehr verzörgert, sodass wir nicht bis zum Ende bleiben wollten.

Am Sonntag sind wir nach Ipanema gefahren und sind über den Hippie-Markt geschlendert. Anschließend haben wir uns an den Strand gelegt und auf den nächsten Bloco gewartet, den sich dann, als es losging, nur Oke angeguckt hat. Abends waren wir nochmal im brasilianischen Grillhaus essen und haben unsere Sachen gepackt, denn am nächsten Tag mussten wir unser AirBnB verlassen.

Montagmittags fuhren wir mit dem Uber zum Busbahnhof mit dem Ziel Arraial do Cabo (3,5h mit dem Bus von RJ entfernt). Dort kamen wir gegen 15:30 an und bezogen unser Hostel (12-Bett Zimmer mit 3er Etagenbetten). In Arraial do Cabo waren wir bis Freitag und haben am Strand gelegen, waren schnorcheln und haben es genossen nicht so viele Menschen um uns zu haben. An unserem letzten Abend waren wir mit einigen aus dem Hostel bei einer Forró Nacht in einer Bar, mit Livemusik zu der Forró getanzt wurde (die Grundschritte wurden uns vor Ort beigebracht).

Imkes letzte Nacht in Brasilien verbrachten wir wieder in Rio de Janeiro, da sie morgens früh zum Flughafen musste. Wir haben dann auch unsere Zelte in der Großstadt abgebrochen und sind mit dem Bus nach Angra dos Reis gefahren, um von dort aus zur Ilha Grande zu gelangen.