Herbst im südlichen Patagonien

Ushuaia, Torres del Paine und El Calafate

In Ushuaia erholten wir uns einige Tage und mussten die ganzen Erlebnisse von der Antarktis verarbeiten und die ganzen Fotos und Videos sortieren. Am Donnerstag (04.04.) haben wir eine kleine Wanderung durch das herbstliche Feuerland (zur Laguna Esmeralda) gemacht, was eine ganz schön matschige Angelegenheit war!

Das stürmische Wochenende verbrachten wir damit unsere Weiterreise zu planen und legten als nächstes Ziel den Torres del Paine Nationalpark in Chile fest.

Am Montag (08.04.) ging es morgens um 7:00 mit dem Bus los nach Punta Arenas (11h), wo wir spontan nach Puerto Natales weiterfahren konnten und um 22:30 dort ankamen. Bei der Ausreise aus Argentinien, hatte dieses Mal Oke Probleme, wieso haben wir nicht genau verstanden, aber wir vermuten, dass der Beamte in Buenos Aires (als Bente rausgefischt wurde) bei Okes Einreise was falsches eingetragen hat. Nachdem die Beamten unsere beiden Pässe miteinander verglichen haben, schreiben sie einen Kommentar in Okes “eAkte im Pass” und wir durften weiterfahren.

Den Dienstag in Puerto Natales nutzten wir, um noch ein paar Einkäufe für den Nationalpark zu tätigen und ein Auto zu mieten. Oke fuhr dann Mittwoch morgens mit dem Bus zum Torres del Paine Nationalpark, um dort eine längere Wanderung zu machen, während Bente in Puerto Natales blieb, ein paar letzte Erledigungen tat und den Ort erkundete.

Mittwoch früh fuhr Oke zum Nationalpark, wo er mit einer Fähre zu dem Campingplatz fuhr, welcher für 2 Nächte sein zu Hause war. Am Mittwoch machte er noch eine kurze Wanderung zu einem Aussichtspunkt vom Grey Gletscher.

Die eigentliche Wanderung war am Donnerstag (11.04.). Hier startete er zum Sonnenaufgang in Richtung des “Valle Francés” (französisches Tal), welches der mittlere Weg vom “W-Trek” im TdP Nationalpark ist. Begleitet von Kondoren und herbstlichen Farben, erreichte er um 11:30 den ersten Aussichtspunkt auf den Gletscher Francés. Hier beobachtete er, wie sich Lawinen fast im Minutentakt durch die Mittagssonne lösten. Um 13:30 erreichte das Ende des einspurigen Treks. Hier gefiel es ihm so gut, dass er erst um 14:45 wieder zurück ging und gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang wieder auf dem Campingplatz war.

Nach dem Frühstück am Freitag, nahm Oke die Fähre zurück über den Nordenskjöld See. Dort holte Bente ihn mit dem Leihwagen ab. Anschließend ging es zusammen zu den Saltos Grandes (Wasserfälle) und zu einigen Aussichtspunkten im Nationalpark. Den Campingplatz an der Laguna Azul erreichten wir am Nachmittag und kochten dort im Aufenthaltsraum mit unserem Gaskocher. Seit einem großen Brand im Park, ist Feuer und Rauchen, außerhalb von ausgewiesenen Orten, streng verboten. Den Tag ließen wir mit einem super Blick auf die “Las Torres” (die Türme) ausklingen.

Zum Sonnenaufgang waren wir wieder auf den Füßen, welche bei Bente “eingefroren” waren (die Nacht war ziemlich kalt). Okes Geburtstag verbrachten wir wieder im Auto und fuhren weiter durch den Park. Nachdem wir wieder ein paar Aussichtspunkte abgeklappert und sehr viele Bilder gemacht hatten, ging es langsam in Richtung Ausgang des Parkes. Langsam war es, weil ein Fahrradrennen (Gravel del Fuego) im Nationalpark stattfand und wir immer wieder Radfahrer auf der Schotterstraße überholen mussten. Am Abend gab es Pizza im warmen Hotelzimmer, welches wir zum Superangebot gebucht hatten.

Den Sonntag ließen wir wieder ganz entspannt angehen und holten abends Okes Geburtstagsessen in einem Grillrestaurant nach. Am Montag ging es am Nachmittag wieder zurück nach Argentinien, um ca. 22:00 kamen wir in El Calafate an, wo wir für eine Nacht ein Hostelzimmer gebucht hatten. An der argentinischen Grenze hatte Oke wieder die gleichen Probleme, wie auch bei der Ausreise aus Argentinien vor einer Woche, aber durch den Kommentar der Kollegin im System, ließen uns die Beamten ohne große Probleme ins Land.

Dienstag morgen fuhren wir von El Calafate aus zum Perito-Moreno-Gletscher. Vor Ort hatten wir genug Zeit, um Bilder vom Gletscher und der Umgebung zu machen und das Gelände etwas zu erkunden. Der Teil des Nationalparks ist sehr gut ausgebaut und man konnte gemütlich auf befestigten Wegen gehen.

Am Abend ging es mit dem Bus weiter nach El Chaltén, die “Trekking-Hauptstadt” von Argentinien.