Nach 5 Monaten “Umweg” sind wir an dem Punkt angekommen, wo wir letztes Jahr unterbrechen mussten. Die Schönheit und die Vielfalt der Inseln lässt sich jedoch nicht in einem kurzen Post zusammenfassen, also stellt euch auf einen etwas längeren Eintrag mit vielen Bildern ein.
Hier eine kleine Zusammenfassung:
San Cristóbal (29.-31.05.):
Um 9:50 landeten wir am 29.05. auf San Cristóbal. Nachdem wir die 100$/Person Eintritt bezahlt hatten und unsere Taschen auf Lebensmittel/ Saat/ etc. kontrolliert wurden, liefen wir vom Flughafen ca. 10 Minuten zu unserer Unterkunft. Hier war unser Zimmer schon fertig für uns, sodass wir gleich unsere Sachen umpackten und uns auf den Weg zum Strand machten, um uns in der Sonne von den letzten 26h Reisezeit zu erholen. Auf dem Weg zum Strand gab’s noch Mittagessen und wir sahen schon die ersten Seelöwen (sogar ein Baby war dabei).
Am Strand konnte man in keine Richtung schauen, ohne einen Seelöwen zu sehen und auch im Wasser schwammen die ab und zu an einem vorbei. Abends trafen wir uns mit Scarlett (sie haben wir in Bolivien auf der Tour durch die Salzwüste kennengelernt).





Am Donnerstag (30.05.) gingen wir zur “Muelle Tijeretas”, eine Bucht wo man gut schnorcheln kann. Auf dem Weg dahin liefen wir an vielen Iguanas und Seelöwen vorbei. Auch im Wasser in der Bucht sahen wir Iguanas und Seelöwen. Außerdem konnten wir ganze viele Fische und einige Schildkröten sehen. Anschließend liefen wir noch auf den “Cerro Tijeretas” und genossen die Aussicht.














Am Abend packten wir unsere Klamotten um, da wir alle Wintersachen im Hostel lassen durften, um mit etwas weniger Gepäck die anderen Inseln zu bereisen. Am Freitagmorgen startete dann unsere zweistündige Fähre um 7:00 Uhr nach Santa Cruz.
Santa Cruz (31.05.-05.06.):
Gegen 9:00 kamen wir in Santa Cruz an und konnten gleich einchecken. Da Oke etwas erkältet war und wir tauchen wollten, ruhte er sich den Tag aus, damit die Erkältung schnell wieder verschwindet. Wir lernten im Hostel ein britisches Paar kennen, mit denen wir uns verabredeten am nächsten Tag einen Ausflug zu machen.




Am Samstagvormittag buchten wir vier uns ein Taxi (für $35), welches uns zu einer Farm mit Riesenschildkröten fuhr und dort auf uns wartete. Als wir ankamen, startete eine geführte Tour über das Gelände, wo wir ganz viele Riesenschildkröten sehen und fotografieren konnten. Im Anschluss gab es eine Führung durch die Lava-Tunnel. Am Ende der Tour brachte uns der Taxifahrer wieder nach Puerto Ayora, wo wir noch ein Menu del día (Tagesgericht mit Vorspeisensuppe und Getränk) für jeweils $5 aßen und anschließend zurück ins Hostel gingen.










Unseren ersten Sonnenbrand holten wir uns am Sonntag, als wir zum Tortuga Bay liefen. Trotz bewölktem Himmel, ballert die Sonne am Äquator einfach anders :D. Tortuga Bay besteht aus zwei Buchten: ein Strand wie aus der Werbung mit weißem Sand und türkisfarbenen Wasser, welcher wegen der starken Strömung aber nur für Surfer ist, und einen kleineren, auch schönen Strand zum schwimmen und schnorcheln. Beim Schnorcheln haben wir nicht so viel gesehen, aber beim Spazierengehen am Strand konnte man Riffhaie sehen. Auch ein junger Hammerhai hat sich in die Bucht getraut und wurde von aufgeregten Touristen am Strand mit Kameras verfolgt. Auf dem Rückweg zum Hostel waren wir noch bei einer Tauchschule und haben für Dienstag und Mittwoch jeweils eine Tour gebucht.













Da die Tauchgänge nun gebucht waren, haben wir Montag einen ganz entspannten Tag im Hostel gemacht und frischen Thunfisch gekocht. Diesen kauften wir zuvor auf dem “Fischmarkt” (3 Boote als Stände), an dem die gewünschte Menge direkt vom Fisch abgeschnitten wird. Unseren Fisch fanden die Pelikane vor Ort auch sehr interessant. Am Abend ging es noch zur Anprobe der Tauchausrüstung und früh zu Bett.











Der Dienstagmorgen startete mit einer Taxifahrt zum nördlichen Hafen der Insel, von wo das Boot startete mit dem wir zur Seymour Insel gefahren wurden, so unser erster Tauchgang stattfand. Der zweite Tauchgang war vor der Insel Mosquera. Bei beiden Tauchgängen haben bei suboptimaler Sicht (wofür die Galapagosinseln auch nicht gerade bekannt sind) super viele Fische und einige Schildkröten und Riffhaie gesehen. Anschließend gab es noch Mittagessen auf dem Boot und gegen 14:00 waren wir wieder im Ort.







Der Mittwoch startete wie der vorherige Tag und die Tour war bis auf den Ort der Tauchgänge gleich: Dieses Mal waren wir zwei Mal an den Gordon Rocks (ein Unterwasserkrater) tauchen. Bevor wir auf unserer geplanten Tauchtiefe und fertig mit unserem Druckausgleich waren, ist direkt ein Hammerhai auf uns zugeschwommen, bis er uns gesehen und eine Kehrtwende gemacht hat, war er bestimmt nur noch 2m von mir entfernt. Eh wir ihn richtig wahrgenommen hatten, war er auch schon wieder weg, aber eine andere Tauchergruppe hat ein Video gemacht, auf dem Oke sogar neben dem Hai zu sehen ist. Nach dem Mittagessen ging es wieder zurück nach Puerto Ayora, wo unsere gepackten Taschen schon im Büro der Tauchschule auf uns warteten, da wir um 15:00 mit der Fähre nach Isabela gefahren sind.









Isabela (05.-11.06.):
2 Stunden Fährfahrt später kamen wir auf der größten der Galapagos Inseln an und liefen zu unserer Unterkunft in dem einzigen Ort auf der Insel. Das Meiste der Insel ist Naturschutzgebiet und daher mussten wir nochmal $10 pro Person als “Eintritt” zahlen.
Am Donnerstag (06.06.) guckten wir uns den Ort an und buchten Touren für die nächsten zwei Tage. Am Abend schauten wir uns den Sonnenuntergang am Strand an.







Die Tour am Freitag ging zu den “Los Túneles”. Dies sind Lavaformationen, die kleine Wasserbecken und Tunnel formen. Um dort hinzukommen, benötigt es eine 45 minütige Bootsfahrt, bei der ich als einzige patschnass wurde, da uns eine große Welle schräg traf und ich auf der “Wellen-Seite” saß. Auf der Hinfahrt haben wir vom Boot aus Manta Rochen im Wasser gesehen. An den “Los Túneles” machten wir zunächst eine kleine Wanderung über das Lavagestein und bekamen Erklärungen zur Flora und Fauna in dem Bereich der Insel. Anschließend ging es zum Schnorcheln ins Wasser. Unterwasser sahen wir einige Seepferdchen, unzählige Schildkröten und ein paar Weißspitzen-Riffhaie und natürlich viele Fische.























Die Tour am Samstag führte uns zur Abwechslung weg vom Wasser. Wir wurden mit einem Touri-Transporter zum Sierra Negra Vulkan gefahren (mit der zweitgrößten aktiven Caldera weltweit). Zuletzt ist der Vulkan 2018 ausgebrochen. Vom Parkplatz mussten wir zum höchsten Punkt der Wanderung laufen und hatten einen guten Ausblick auf den Kessel. Anschließend liefen wir zum Vulkan Chico, der Weg dahin ging hauptsächlich über Vulkangestein. Gegen 13:00, also 5 Stunden und 16km später, kamen wir wieder am Parkplatz an und wurden zurück in den Ort gefahren. Ich hatte über eine Woche lang Blasen an den Hacken, weil meine Sneaker eher semi gut geeignet waren für die Wanderung und die Wanderschuhe lagen ja im Hostel in San Cristóbal.













Am Sonntag brauchten wir eine Pause, um die ganzen Eindrücke der letzten Tage zu verarbeiten und entschieden noch eine Nacht länger auf Isabela zu bleiben, weil uns die Atmosphäre auf Isabela so gut gefallen hat. Deshalb buchten für Montag noch eine Kajaktour und die Fähren für Dienstag.
Montag Nachmittag paddelten wir also mit Kajaks durch die “Tintoreras” (weitere Lavakonstruktionen direkt am Hafen von Isabela). Auch hier gab es wieder einige Tiere zu bestaunen, wie z.B. Galapagos Pinguine, Blaufußtölpel (die auf englisch Boobies heißen), Schildkröten und Pelikane. Anschließend waren wir noch an der “Concha Perla” zum schnorcheln und haben neben Schildkröten, Haien und Fischen, ein paar Rochen gesehen.






Am Dienstag klingelte der Wecker tatsächlich vor dem Sonnenaufgang, da unsere Fähre um 6:00 Richtung Santa Cruz abfuhr. In Santa Cruz durften wir unsere Rucksäcke in der Unterkunft unterstellen, in der wir die letzte Woche wohnten. Die Fähre nach San Cristóbal fuhr nämlich erst um 15:00, also hatten wir 7h zu überbrücken. Einen Teil davon verbrachten wir am Strand “Playa de la estación”, schnochelten eine Weile und holten dort etwas Schlaf nach. Zum Mittagessen gingen wir zurück und dann war es auch schon Zeit zum Einchecken. Beim Check-in für das Boot standen wir nur nicht auf der Passagierliste. Nachdem der Mitarbeiter der Fähre hin und her telefonierte, gab er uns die Boardkarten und neue Namen (von Passagieren, die abgesagt hatten). Für die Fährfahrt waren wir also Jennifer und Emilio 😀 .



San Cristóbal (11.-14.06.):
Weitere 2 Stunden später kamen wir in San Cristóbal an und buchten gleich eine Tour für den nächsten Tag, anschließend ging es in die Unterkunft ein paar Gehminuten abseits des Zentrums.
Mittwoch morgen (12.06.) ging es wieder auf ein Boot, für eine Rundfahrt um die Insel. Insgesamt fuhren wir 3 Plätze zum schnorcheln und einen zum Vögel beobachten an. Das Highlight der Tour war das Schnorcheln am Kicker Rock. Hier hatten wir sehr viel Glück und hatten eine super Sicht unter Wasser! Außerdem haben wir zwei Gruppen von Hammerhaien (insgesamt 7) gesehen und wieder einige Schildkröten, Rochen und Robben. Abends waren wir noch mit 2 Paaren von der Tour essen.
























Den 13.06. verbrachten wir mit Organisationen und Packen, da am Freitag morgen unser Flug nach Bogotá war.
Der Weg zum Flughafen war genau so einfach wie schon bei der Ankunft, nach 10 Minuten Laufen standen wir in der Eingangshalle und konnten unsere Rucksäcke abgeben, welche wir jedoch vor dem Boarding nochmal sahen. Kurz nachdem wir durch den Security Check gingen, wurden wir aufgerufen und folgten dem Flugpersonal zu unseren Rucksäcken, die beide rausgefischt wurden. Oke hatte tatsächlich sein zweites Handy im Rucksack (was vorher noch nie Probleme bereitet hat), aber bei mir konnten die Sicherheitsbeamten nichts finden. Also Rucksack erneut gepackt und wieder zurück in die Halle, um aufs Boarding zu warten.

Nächster Stopp – das erste Mal auf der ganzen Reise: die nördliche Hemisphäre (aka Bogotá und 2625hm)
